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So war die Winterolympiade 2026: Rekorde, Drama und große Momente

So war die Winterolympiade 2026: Rekorde, Drama und große Momente

Die Winterolympischen Spiele 2026 fanden in Mailand und Cortina d’Ampezzo in Italien statt – die erste Winterolympiade in den Alpen seit Turin 2006.

Die Eröffnungsfeier im legendären San Siro Stadion wurde von Andrea Bocelli, Mariah Carey und Laura Pausini musikalisch begleitet.
Besonders spektakulär: Zum ersten Mal in der Geschichte der Winterspiele wurden zwei olympische Flammen gleichzeitig entzündet – eine in Mailand, eine in Cortina.

Die Spiele verbanden urbane Großstadtkulisse mit alpinem Wintersport und sorgten für eine der emotionalsten Atmosphären der modernen Olympiageschichte.

Neu im Programm: Skibergsteigen feierte sein olympisches Debüt.


Die größten Momente der Spiele

König Klæbo – 6 Goldmedaillen, Weltrekord

Johannes Høsflot Klæbo aus Norwegen schrieb Olympiageschichte:
Er gewann alle sechs Skilanglauf-Goldmedaillen der Männer – als erster Mensch überhaupt bei einer Winterolympiade.

Mit insgesamt 11 olympischen Goldmedaillen stellte er gleichzeitig den Rekord für die meisten Winterolympia-Golds in einer Karriere ein.


Historisches Gold für Südamerika – Braathen für Brasilien

Lucas Pinheiro Braathen gewann Gold im Riesenslalom und bescherte Brasilien – und damit ganz Südamerika – die erste Winterolympia-Medaille der Geschichte.

Der norwegischstämmige Skifahrer war kurz zuvor aus dem Ruhestand zurückgekehrt, um für sein Mutterland zu starten. Nach seinem Sieg feierte er mit einem Samba-Tanz im Zielbereich.


Federica Brignone – Comeback-Queen im eigenen Land

Die 35-jährige Italienerin Federica Brignone kehrte nach einer schweren Beinverletzung im April 2025 zurück und gewann im eigenen Land gleich zwei Goldmedaillen (Super-G und Riesenslalom).

Nach ihrem Zieleinlauf verbeugten sich ihre Konkurrentinnen spontan – ein Bild, das weltweit viral ging.


US-Eishockey – Wunder nach 46 Jahren

Das Männerteam der USA gewann Gold in der Verlängerung – exakt 46 Jahre nach dem legendären Miracle on Ice bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid.

Jack Hughes erzielte den entscheidenden Treffer gegen Kanada.

Auch die US-Frauen gewannen ihr Finale gegen Kanada in der Verlängerung – durch ein Tor von Megan Keller.


Franjo von Allmen – Dreifach-Gold beim Olympiadebüt

Der Schweizer Franjo von Allmen gewann bei seiner ersten Olympiateilnahme drei Goldmedaillen:
Abfahrt, Super-G und Teamkombination.

Sein Abfahrtsgold am 6. Februar war gleichzeitig die erste Goldmedaille der gesamten Spiele.


Elana Meyers Taylor – das lange ersehnte Gold

Nach drei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewann Elana Meyers Taylor endlich Gold im Monobob – mit einem Vorsprung von nur 0,04 Sekunden.

Nach dem Zieleinlauf kollabierte sie vor Emotionen im Schnee.


Jordan Stolz – Doppelrekord im Eisschnelllauf

Der erst 21-jährige Jordan Stolz gewann Gold über 500 m und 1000 m – beide Male mit neuem Olympiarekord.

Auf beiden Strecken schlug er knapp den niederländischen Favoriten Jenning de Boo.


Mikaela Shiffrin – dominanter Slalomsieg

Nach schwierigen ersten Rennen kämpfte sich Mikaela Shiffrin zurück und gewann schließlich Gold im Slalom – mit einem Vorsprung von 1,50 Sekunden, einer der größten Abstände der Olympia-Geschichte im alpinen Skisport.


Jessie Diggins – Bronze trotz gebrochener Rippen

Jessie Diggins startete mit gebrochenen Rippen über 10 km Freistil und gewann dennoch Bronze.

Nach dem Zieleinlauf brach sie erschöpft im Schnee zusammen – ein Moment, der weltweit Respekt auslöste.


Lindsey Vonn – herzzerreißendes Karriereende

Die 41-jährige Legende Lindsey Vonn startete trotz gerissenem Kreuzband – stürzte jedoch bereits nach 13 Sekunden schwer.

Sie erlitt einen komplexen Tibiabruch.
Ein tragisches, aber unvergessliches Ende einer der größten Skikarrieren aller Zeiten.


Finaler Medaillenspiegel – Top 6

PlatzNation🥇🥈🥉Gesamt
1Norwegen16121038
2USA1214935
3Niederlande106420
4Italien8101230
5Deutschland810826
6Schweiz68721

Die Niederlande gewannen fast alle Medaillen im Eisschnelllauf – einer der spektakulärsten Ein-Disziplin-Triumphe der Olympia-Geschichte.


Kurioses & unvergessliche Bilder

Der olympische Wolf
Während eines Langlaufrennens spazierte ein Wolfshund namens Nazgul auf die Strecke – und wurde zur viralen Sensation sowie zum inoffiziellen Maskottchen der Spiele.

Das „Dad Podium“ im Mogul
Die Mogul-Stars Mikael Kingsbury, Ikuma Horishima und Walter Wallberg holten ihre Kinder aufs Podium – das Foto wurde eines der meistgeteilten Bilder der Spiele.

Heiratsantrag im Zielbereich
Nach dem Abfahrts-Gold von Breezy Johnson machte ihr Partner direkt im Zielbereich einen Heiratsantrag – einer der romantischsten Momente der Spiele.


Deutschland bei Milano Cortina 2026

Deutschland belegte Platz 5 im Medaillenspiegel mit 26 Medaillen (8 Gold, 10 Silber, 8 Bronze).

Eiskanal-Dominanz

Wie gewohnt dominierte Deutschland im Bob, Rodeln und Skeleton mit 6 Goldmedaillen.

Das Rodel-Duo Tobias Arlt und Tobias Wendl gewann erneut Gold und ist mit je 7 Olympia-Goldmedaillen nun das erfolgreichste deutsche Wintersport-Duo.

Weitere deutsche Goldmomente

  • Philipp Raimund – Gold Skispringen Normalschanze
  • Daniela Maier – Gold Skicross
  • Gold in der Langlauf-Mixed-Staffel

Rekorde & Zahlen

  • 9 neue Olympiarekorde
  • 1 Weltrekord: Xandra Velzeboer (Shorttrack 500 m)
  • 29 Nationen mit mindestens einer Medaille
  • Erste Medaillen für Brasilien und Georgien
  • 11 Karriere-Golds für Klæbo – neuer Winter-Rekord

Milano Cortina 2026 – Ci vediamo a Milano!

Die nächsten Winterspiele finden 2030 in den Pyrenäen (Frankreich/Spanien) statt.